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Von Richthofen bis Remarque:
Deutschsprachige Prosa zum I. Weltkrieg. SCHNEIDER, Thomas F. und Hans WAGENER (Hrsg.)
Amsterdam/New York, NY, 2003, 421 pp.
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Series: Amsterdamer Beiträge zur neueren Germanistik 53
“…a valuable assortment of informative and mutually enlightening essays that greatly enrich our understanding of WWI literature.” The German Quarterly, Vol. 78, No.4, Fall 2005
Der Band Von Richthofen bis Remarque ergänzt und schließt formal und inhaltlich an den von Hans Wagener 1997 herausgegebenen Band zur deutschen Kriegsprosa nach 1945, Von Böll bis Buchheim (Amsterdamer Beiträge zur neueren Germanistik 42), an, indem die Beiträge einzelne deutschsprachige Prosatexte zum I. Weltkrieg thematisieren. Der Schwerpunkt der Analyse in den 23 Beiträgen liegt auf den in den repräsentativen Beispieltexten vermittelten Kriegsbildern und bezieht die Rezeption der Texte und ihre Wirksamkeit für das Bild vom I. Weltkrieg sowohl in der unmittelbaren Nachkriegszeit als auch in der Gegenwart ein. Unter der Prämisse der Analyse der Wandlung des Bildes vom ‘modernen’ Krieg, als dessen paradigmatisches Beispiel der I. Weltkrieg bis heute gilt, in der deutschsprachigen Kriegsprosa beschränkt sich die Auswahl der Texte nicht nur auf die heute dem Kanon der Kriegsliteratur zugerechneten Texte (Remarque, Renn, Koeppen etc.). Mit einbezogen werden Texte, die aufgrund ihrer Verbreitung (Plüschow, Flex, Richthofen, Zöberlein), ihrer kontroversen Rezeption (Carossa, Vogel) oder der vermeintlich historisch-’authentischen’ Darstellung (Schlachten des Weltkrieges) zur Diskussion um das ‘wahre’ Bild des Krieges in der Weimarer Republik und bis in die Gegenwart beigetragen haben. Die Textauswahl strebt darüber hinaus Repräsentativität an, indem auch Texte von Autorinnen (Adrienne Thomas), eine Briefsammlung (Witkop) sowie ein Bild/Text-Band (Schauwecker) einbezogen werden sowie nahezu alle in der Weimarer Republik vertretenen politischen Richtungen berücksichtigt wurden.
Ulrich BROICH: “Hier spricht zum ersten Male der gemeine Mann”. Die Fiktion vom Kriegserlebnis des einfachen Soldaten in Ludwig Renn: Krieg (1928) Thomas F. SCHNEIDER: “Krieg ist Krieg schließlich”. Erich Maria Remarque: (Im Westen nichts Neues (1928) Bernd HÜPPAUF: Zwischen Metaphysik und visuellem Essayismus. Franz Schauwecker: So war der Krieg (1928) Brian MURDOCH: Tierische Menschen und menschliche Tiere. Ernst Johannsen: (Vier von der Infanterie und Fronterinnerungen eines Pferdes (1929) Ulrich FRÖSCHLE: “Radikal im Denken, aber schlapp im Handeln”? Franz Schauwecker: (Aufbruch der Nation (1929) Heidrun EHRKE-ROTERMUND: “Durch die Erkenntnis des Schrecklichen zu seiner Überwindung”? Werner Beumelburg: Gruppe Bosemüller (1930) Roman SCHAFNITZEL: Die vergessene Collage des Ersten Weltkrieges. Edlef Köppen: Heeresbericht (1930) Hubert ORLOWSKI: Krieg der Reiter. Karl Benno von Mechow: Das Abenteuer. Ein Reiterroman aus dem großen Krieg (1930) Maggie SARGEANT: Roman der deutschen Kriegsflotte oder Roman der geschundenen deutschen Arbeiter? Theodor Plievier: Des Kaisers Kulis (1930) Ulrich DITTMANN: Das erste Kriegsbuch eines Arbeiters. Adam Scharrer: Vaterlandslose Gesellen (1930) Helga SCHRECKENBERGER: “Über Erwarten grauenhaft”. Der 1. Weltkrieg aus weiblicher Sicht. Adrienne Thomas: Die Katrin wird Soldat (1930) Walter DELABAR: “Aufhören, aufhören, he, aufhören – hört doch einmal auf!”. Hans Zöberlein: Der Glaube an Deutschland (1931)
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